2-jährige im Zwergenland


Zweijährige Kinder im Uthweiler Zwergenland!


Zweijährige Kinder sind keine „kleinen“ Dreijährige Kinder!

Von wem reden wir, wenn es um 2-jährige Kinder geht?

2-jährige sind nicht 3-jährige, die noch in die Hose machen, beim Essen kleckern

und nicht mit der Schere umgehen können.

Sie sind bezüglich ihres Entwicklungsstandes, ihrer Bedürfnisse, Risiken und

Ansprüche noch ganz andere Kinder als 3-jährige.

Da Kinder unter 3 Jahren aufgrund ihrer Entwicklung andere Bedürfnisse und ein anderes

Spielverhalten haben, wurde diese Konzeption von den pädagogischen Fachkräften unserer

Einrichtung entwickelt.

Um Zweijährige ihrer  Entwicklung angemessen verstehen, unterstützen und begleiten zu können, ihnen eine  zur Bildung anregende pädagogische Umgebung zu gestalten, hat das Team durch Fortbildungen neue fachwissenschaftliche Kenntnisse erworben; z.B. über motorische, sozial-emotionale, kognitive, sprachliche Wahrnehmung- und Sinnesentwicklung.

Wir haben uns zusammengesetzt, beraten und diskutiert, wie wir U3 Kinder in unserer Einrichtung integrieren und bestmöglich fördern können.


Eingewöhnungsphase:

Für die meisten Kinder unter 3 Jahren bedeutet der Kindergartenbesuch auch gleichzeitig die erste Trennung von den häuslichen Bezugspersonen.

Daher ist die Eingewöhnungsphase besonders wichtig. Damit sich die Kinder langsam im

Kindergarten eingewöhnen können, ist eine individuelle Ablösephase vom Elternhaus erforderlich.

In der Ablösephase ist es uns wichtig, dass das Kind individuell gesehen wird und die

Eingewöhnungszeit bekommt, die es braucht.

Nach Absprache kommen Eltern und Kind erst stundenweise in die Einrichtung, um den

Kindergartenalltag kennen zu lernen.

Den Kindergarten sollen die Eltern und Kinder als angenehmen “ Besuchsort”

erleben, indem sie ihr Kind begleiten und sich dabei mit den Erzieherinnen und dem Tagesablauf vertraut machen können.

Eltern und Kind haben die Möglichkeit die Räumlichkeiten zu erkunden.

Das Elterteil ist anwesend. Dies vermittelt dem Kind Sicherheit und Geborgenheit, die Grundlagen für Vertrauen.

Es wird eine Regelmäßigkeit aufgebaut, in der die Erzieherin immer mehr zur Kontaktaufnahme und Kontaktvertiefung übergeht. Das Elternteil zieht sich mehr und mehr zurück. Das Kind merkt, dass es der “Neuen” auch vertrauen und auf sie zählen kann. Die Regelmäßigkeit gibt sichere Orientierung.

Zunächst wird das Kind mit einer Bezugsperson vertraut gemacht und baut zu ihr eine tragfähige Beziehung auf.

Ist eine gewisse Vertrautheit vorhanden, verlassen die Eltern für einen kurzen,

abgesprochenen Zeitraum die Einrichtung. Mit zunehmender Sicherheit des Kindes wird der

Zeitraum für die Abwesenheit der Eltern verlängert.

Diese Regelung kann je nach Bedürfnis mehrere Wochen beibehalten werden.

Um dem Kind mehr Sicherheit zu geben und ihm die Eingewöhnungsphase zu erleichtern, ist

es uns wichtig, den Morgen mit bestimmten Ritualen zu beginnen. Rituale geben dem Kind emotionale Stabilität. Wir entwickeln mit den Eltern ein Abschiedsritual, welches von nun an eingehalten werden soll um dem Kind die tägliche Trennung zu erleichtern.

Dabei kann es durchaus vorkommen, dass das Kind gegen den Weggang seiner Eltern protestiert (es zeigt Bindungsverhalten), das ist sein gutes Recht.

Entscheidend ist, ob es sich von den Erzieherinnen schnell beruhigen lässt, wenn die Eltern gegangen sind und sich danach interessiert und in guter Stimmung den angebotenen Aktivitäten zuwendet.

Die Dauer der Eingewöhnung hängt von der Individualität des Kindes u. d. Beziehung zur Mutter/ Vater ab, weinen ist ein gerechtfertigter Versuch die Bindungsperson (Mutter od. Vater) am Gehen zu hindern.

Es geht also nicht darum, dass das Kind nicht mehr weint, sondern dass es von der neuen Bindungsperson (Erzieherin) getröstet werden kann. (wir signalisieren, dass sie als Eltern weiterhin die Hauptperson für ihr Kind bleiben und es nicht an die Erzieherinnen verlieren)

Eine aktive Beteiligung der Eltern in der Eingewöhnung ihres Kindes ist wichtig und wird erwartet.

Die Eingewöhnungsphase kann je nach Kind verkürzt sein, aber auch verlängert.

Wichtig herbei ist vor allem, ob sich der Elternteil auch wirklich trennen kann.

In der Eingewöhnungsphase können die Eltern ihre Kinder nach Absprache in den

Kindergarten bringen. Dabei sollten sie den für ihr Kind günstigsten Zeitpunkt wählen.


Unser Ziel ist es, die Bringphase der U 3 Kinder, nach der Eingewöhnungsphase, dem

üblichen Tagesablauf des Kindergartens anzupassen (Bringzeit bis 9.00 Uhr).


Die jüngeren Kinder nehmen von Anfang an am Gruppenkreis teil. Wir bieten den Kindern

dabei Gemütlichkeit, Geborgenheit und Vertrautheit. Beim Singen und Erzählen

können die jüngeren Kinder in die Rolle des Beobachters schlüpfen, wenn sie nicht aktiv

mitmachen möchten.


Die Eltern erstellen für die Bezugsperson bzw. das Erzieherinnenteam ein so genanntes Ich - Buch, welches Besonderheiten und Vorlieben des Kindes enthält. Dieses Buch ermöglicht dem Kind besser verstanden zu werden und sich effektiver mitzuteilen. Kind und Erzieherin können der sprachlichen Entwicklung des Kindes angemessen, verbal oder gegebenenfalls nonverbal miteinander kommunizieren. So werden Mitbestimmung und Partizipation des Kindes im Kindergartenalltag gesteigert und das Selbstwertgefühl gestärkt.


Beziehungsorientierte Pflege /Sauberkeitserziehung:

Gerade bei pflegerischen Tätigkeiten ist ein Vertrauensverhältnis zur Bezugsperson besonders wichtig.

Wir nehmen uns ausreichend Zeit und Ruhe für die Wickelsituation (Zuwendungszeit im exklusiven Zweierkontakt).

Wir gewährleisten, dass - zumindest am Anfang – ein Kind von (fast) immer derselben Bezugsperson (Erzieherin) gewickelt wird.

Durch den sensiblen Umgang spürt das Kind Geborgenheit und das Vertrauensverhältnis wird gestärkt.